Konfirmanden

Konfirmation 2017

In diesen Tagen (Sommer/Herbst 2017) beginnt der neue Konfirmandenkurs - wieder machen sich junge Menschen auf den Weg, um im Camp, an den Konfi-Samstagen, in den Gottesdiensten, bei Festen und vielen anderen Gelegenheiten den christlichen Glauben zu erleben und kennenzulernen.

Diesmal betrifft es mich persönlich wieder mehr: mein jüngstes Kind ist dabei, noch einmal das Fest organisieren, Termine koordinieren und darauf achten, dass bei der Vielzahl der Veranstaltungen nichts vergessen wird. Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Tochter vom ersten Treffen begeistert nach Hause kam; welch ein Glück, der Start ist geglückt!
Die "konfifreie" Zeit in der Kirche, wenn also der eine Jahrgang gerade konfirmiert ist und der neue Kurs noch nicht begonnen hat, bietet Gelegenheit, einmal zurückzublicken auf die Konfirmation, die wir kürzlich erst gefeiert haben.

Am 7. Mai 2017 haben acht Konfirmanden nach fast einem Jahr Vorbereitung "Ja" gesagt zu ihrem Glauben, das Taufversprechen erneuert. Begonnen hat die Konfizeit gleich mit einem Höhepunkt, dem Camp in Grado. Hier wird unter südlicher Sonne und in Ferienlaune, zusammen mit vielen anderen Gemeinden, das Fundament für die kommenden Monate daheim gelegt. Gemeinsamer Unterricht, Gottesdienst am Strand, Taufen am Meer, abendliche Andachten, Spiel und Sport, Ausflüge nach Grado und Aquileia, aber auch Pflichten wie Küchendienst o.ä. - es gibt kaum einen, der nicht begeistert und mit schönen Erinnerungen aus Grado zurückkommt.

Es geht jetzt natürlich weniger spektakulär weiter, aber auch hier kommen gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge nicht zu kurz. Zudem ergeben sich durch die Zusammenarbeit mit St. Thomas und die Westheimer Philippuskirche viele neue Möglichkeiten und Begegnungen.

Es dauert gar nicht lange und schon steckt man mitten in den Planungen und Vorbereitungen für das große Fest, die Konfirmation steht vor der Tür. Verwandte und Freunde kommen zu Besuch. Wo wird gefeiert? Was ziehe ich an? Wo übernachten die Gäste? Was gibt es zu essen?

Viele Fragen müssen beantwortet werden. Und dann ist es endlich soweit: alle versammeln sich in der Kirche, um gemeinsam mit den Konfirmanden deren Einsegnung zu feiern. Nach dem Gottesdienst mit Predigt, Grußwort, Verlesen der Konfirmationssprüche und Vergabe der Konfirmandenscheine haben sich alle die Feier verdient! Jedes Jahr wird der Wunsch geäußert, dass wir die nun Konfirmierten auch weiterhin gerne mal in der Kirche sehen würden, auch wenn bei vielen erst einmal andere Dinge im Vordergrund stehen. Dieses Jahr haben uns zwei Konfirmandinnen des Vorjahres einmal den Wunsch erfüllt und mit ihren Vortragsstücken den Gottesdienst bereichert. Vielen Dank an Julia Maucher und Sophia Bittner, das war wirklich schön!

Dagmar Werkmann

 

KonfiCamp Wittenberg

Am Anfang eines neuen Konfirmandenjahres...

...steht wenn es gut geht, ein Satz, wie dieser: " Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Tochter vom ersten Treffen begeistert nach Hause kam; welch ein Glück, der Start ist geglückt!" (aus dem Beitrag "Konfirmation 2017" von Dagmar Werkmann)

Wir hoffen natürlich, dass es so weitergeht und auch die folgenden Schritte glücken. Ich bin aber zuversichtlich. Wir fahren heuer miteinander nach Wittenberg. Dort erwarten uns Martin L. Uther ;-), Josefine, Finn, Nils und Clara. Die sind ein klein wenig älter, als unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden, aber nicht viel. Was sie erleben, das kennen unsere Jugendlichen aus ihrem Leben ganz genauso: Stress mit Schule, Noten und Eltern, die Frage, wem man trauen kann und wem man besser nicht alles von sich erzählt, und auch das Problem, dass was wir reden und was wir tun nicht immer so ganz zusammen passt.

Alle diese Erfahrungen haben auch mit dem Glauben zu tun. Denn im Glauben geht es um unser Leben und wie wir das "auf die Reihe bekommen". Auf nichts anderes  wollte Martin Luther mit der Reformation hinaus, die er zusammen mit anderen vor 500 Jahren in Gang gesetzt hat. Und nun fahren wir mit unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden in seine Stadt.

Wir hoffen, dass dabei etwas von dem Geist ´rüber kommt, der Martin Luther bewegt hat und dass man, dass es ein Geist der Freiheit ist und der Lebenschancen für alle.

Wenn das geschieht, dann kann es, glaube ich, auch fernab vom sonnigen Italien ein Camp mit tollen Erlebnissen und einer guten Gemeinschaft von Konfis, Teamern und Hauptamtlichen Mitarbeitern werden, das allen in guter Erinnerung bleibt und den Konfirmandinnen und Konfirmanden Lust macht auf weitere Konfitage, auf die Konfirmation im nächsten Frühjahr und vielleicht darauf, selbst Teamer zu werden und weiterzugeben, was man erlebt hat.

Ich freue mich auf das Camp in Wittenberg und auf eine junge Gemeinde, die die Kirche zu "Ihrem Ding" macht und die Freiheit im Glauben weiterträgt, so dass noch mehr Leute davon angesteckt werden.

Pfarrer Adam Weiner